Blutegel - Blutegeltherapie (Hirudo medicinalis)Der Blutegel wird nachweisbar seit mindestens 1500 vor Christi zu Heilzwecken eingesetzt. Nachzulesen in Keilschriften der Babylonier. Die ersten grichischen Aufzeichnungen zum Thema Blutegeltherapie findet man bei dem griechischen Arzt und Dichter Nikandros von Colophon (2.tes Jhr.v.Chr.).
Die Verbreitung der Blutegeltherapie nahm im Laufe der Zeit sehr stark zu. In der Mitte des 19.ten
Jahrhunderts waren die Blutegel durch den hohen Verbrauch vom Aussterben bedroht. Die zunehmende Umweltverschmutzung trug zusätzlich zur Dezimierung der Blutegelbestände bei, da Blutegel nur in reinem Wasser leben können. Aufgrund der damit verbundenen Schwierigkeiten, Blutegel zu therapeutischen Zwecken zu erhalten, geriet die Blutegeltherapie in Vergessenheit. Ab etwa 1980 kam es zu einer Wiederentdeckung der Blutegel für medizinische Zwecke. Blutegel wurden zur Nachsorge bei
bestimmten Operationen eingesetzt. | 
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Krampfadern, Varizen, Ulcus cruris, Hämorrhoiden, ergänzend zu
chirurgischen Eingriffen, Thrombose, Angina Pectoris, Wadenkrämpfen, Migräne, Arthrose, Arthritis, Schwindel, Wirbelsäulenerkrankungen, LWS, HWS, Bandscheibenvorfall, Bandscheibenprotrusion, Ischialgie, Hämatomen, Zerrungen, Muskelfaserriss, Verstauchungen, Panaritium, Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma, Neuralgie, Furunkel, Abszessen, Mandelabszess, Nebenhöhlenentzündungen, Phlebitis, Thrombosen, Tinnitus | 
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Wird angewandt von erfahrenen Heilpraktikern und Ärzten. Der Blutegel wird auf die entsprechende
Hautstelle gesetzt, nachdem diese ggf. leicht angeritzt wird, um den Blutegel zu animieren. Der Blutegel besitzt die Fähigkeit, die Bißstelle zu betäuben, so dass davon in der regel kaum etwas bemerkt wird. Der Blutegel saugt ca. 60 Minuten. Die Tiere müssen vollkommen ungestört saugen. Das Saugen sollte nicht künstlich unterbrochen werden. Am Ende des Saugens fällt der Blutegel von alleine ab. Ein vorzeitiges oder unsachgemäßes Lösen des Blutegels kann zum Erbrechen des Blutegels und damit
zu einer möglichen Infektion führen. Das Nachbluten (ausgelöst durch vom Blutegel abgesonderte blutverdünnende Substanzen wie Hirudin) ist erwünscht und sollte nicht unterbunden werden. Es erhöht die Wirksamkeit der Therapie und führt zu einer Reinigung der Wunde. Das Nachbluten selbst dauert 12 bis 24 Stunden. Körperliche Anstrengungen sollten vom Patienten vermieden werden. | Link defekt? Bitte hier melden
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